Adventskonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Klanggewaltig und einfach grandios

Warendorf - Ohne viel Umschweife ging es gleich „zur Sache“ mit einer prächtigen „Festival Fanfare für Christmas“ von John Wasson mit Anklängen an bekannte Weihnachtslieder. Der Publikumsmagnet in der Adventszeit ist alljährlich das vom Lions-Club Warendorf in Zusammenarbeit mit der Sportschule der Bundeswehr Warendorf in der Marienkirche veranstaltete Adventskonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr Münster.

 

Das Klarinettenquartett des Luftwaffenmusikkorps bereicherte mit einer reizvollen Einlage das Programm Foto: Schlosser

Der Publikumsmagnet in der Adventszeit ist alljährlich das vom Lions-Club Warendorf in Zusammenarbeit mit der Sportschule der Bundeswehr Warendorf in der Marienkirche veranstaltete Adventskonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr Münster.

Auch das 21. Konzert zog wieder Scharen von Besuchern an. Der Präsident des Lions-Club Warendorf, Stefan Wittenbrink, sowie Oberst Michael Maul von der Sportschule der Bundeswehr Warendorf freuten sich, am Donnerstagabend ein großes Publikum in der brechend vollen Marienkirche begrüßen zu können.

Ohne viel Umschweife ging es gleich „zur Sache“ mit einer prächtigen „Festival Fanfare für Christmas“ von John Wasson mit Anklängen an bekannte Weihnachtslieder. Nach einer sehr frei gestalteten Choralfantasie nach dem Kirchenlied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ und zwei Weihnachtschorälen von Johann Sebastian Bach sprach der Gastgeber, Kreisdechant Peter Lenfers, „Worte zum Advent“ anhand eines kleinen Briefes, mit dem das Enkelkind seinen Opa fragte, was er sich zu Weihnachten wünsche. „Dass jeder Tag Weihnachten ist“, lautete die viel sagende Antwort des Großvaters – um das Gute stark zu machen.

Mit einer reizvollen Einlage bereicherte das aus vier Musikerinnen bestehende Klarinettenquartett des Luftwaffenmusikkorps das Programm. Neben einem der beliebtesten englischen Weihnachtslieder, „Hark, the Herald Angels sing“ des deutschen Romantikers Felix Mendelssohn-Bartholdy und einem „Weihnachtslieder-Medley“ (Bearbeitung von Dominik Schneider) überzeugte die Formation besonders durch ihre Interpretation des „Night Club 1960“, einer Komposition des Meisters des Tango Nuevo, Astor Piazzolla (1921-1992).

Klanggewaltig glänzte das Luftwaffenmusikkorps mit dem weltberühmten, im typisch britischen Marschstil 1990 geschriebenen „Mercury“. Einfach grandios und entsprechend mit tosendem Beifall bedacht. Einen weiteren Höhepunkt erreichte das Konzert mit „Gabriella‘s Song“ von Stefan Dan Nilsson aus dem Film „Wie im Himmel“, gesungen von Christina Harpers, die mit ihrer ausdrucksvollen, starken Stimme überzeugte und sich gut gegen das große Orchester behauptete.

Auch mit angenehm sanften, warmen Tönen wie besonders in „O holy Night“ von Adolphe Charles Adam (1803-1856) begeisterte sie das Publikum, wie der stürmische Applaus zeigte.

Auf eine kleine wahre Begebenheit komponierte Tommie Connor „I saw Mommy Kissing Santa Claus“. Auch hierzu gab es vom Orchesterleiter eine charmante Erklärung. Das bekannte Abendlied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“ von Clement Coterill Scholefield (1839-1904) mit seinem auf die letzte Strophe folgenden zapfenstreich-ähnlichen Schluss bildete zugleich ein grandioses Finale. Mit dem vom Publikum mitgesungenen Adventslied „Macht hoch die Tür“ klang der offizielle Teil des Konzerts aus. „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven, wundervoll majestätisch und ehrfurchtsvoll dargeboten, gab es als „Nachschlag“.

Bleibt zu hoffen, dass sich die begeisterten Zuhörer am Ende auch zu einer großzügigen Spende für die verschiedenen Hilfsprojekte des Lions-Clubs wie die Unterstützung des therapeutischen Reitens für behinderte Kinder und andere nationale und internationale Projekte, des Soldaten-Hilfswerks für in Not geratene Soldaten und ihre Familien und auch für die Jugendarbeit der gastgebenden Kirchengemeinde bewogen sahen. Verdient hatten es die Musiker auf jeden Fall.