Löwe im Gotteshaus Kreuz und quer durch die Welt

Warendorf - Der Chor präsentiert sich als Einheit, in dem sich dennoch jeder mit seinen Stärken einbringt. Gewürzt ist das Konzert des Chores „Kreuz & Quer“mit unerwarteten Aktionen und kleinen Spielszenen. Zu „Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Kuchen gemacht“ verteilen die Sängerinnen kleine Muffins im Publikum. Und als „Special Guest aus dem Dschungel“ lässt sich Celina Völker als kleiner Löwe zu „The Lion Sleeps Tonight“ feiern.

 

Ein Konzert voller Emotionen und Energie und mit großem Spaßfaktor, das nach baldiger Wiederholung schreit. Foto: Trautner

Bekanntlich gibt es nicht nur das eine oder das andere. Auf unserer Erde geht es vielfältig und bunt zu. Man muss nur über den eigenen Tellerrand schauen. Der Chor „Kreuz und Quer“ lies sein Publikum in der Josefskirche in „Die Dinge dieser Welt“ blicken. Damit startet Kreuz & Quer das erste Konzert dieser Art in Warendorf. Dabei ging es ebenso vielfältig und bunt – kreuz und quer durch die Lieder der Welt zu.
Eintritt wurde nicht genommen, dafür um eine Spende gebeten für die Nepalhilfe und die Multiple Sklerose Gruppe in Warendorf.

Schon der Beginn des Konzerts ist kraftvoll und ungewöhnlich. Mit dem südafrikanischen Lied „Hanbana Thi“ ziehen die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Elke Blienert in die Kirche ein und gehen nahtlos in ein Willkommenslied über.

Angekündigt ist das 60- minütige Konzert mit einem Teil christlicher und einem Teil weltlicher Lieder. „Sie werden den Unterschied hören“, kündigt Elke Blienert an. Tatsächlich aber gehen beide Teile nahtlos ineinander über. Angekündigt als der „etwas andere“ Gemeindechor, werden sie dem Titel mehr als gerecht.
Was das Publikum an diesem Nachmittag geboten bekommt, zeigt eine neue Dimension des Chorgesangs. Leicht, positiv, einfallsreich und mitunter auch frech, bringt der Chor christliche und weltliche Lieder aus aller Welt zu Gehör.
Die Sängerinnen und Sänger präsentieren sich rhythmisch und schwungvoll und immer voller Energie. Musikalisch unterstützt wird der Chor bei diesem Konzert von Thomas Kraß am Piano, Janek Bernzen (Percussions) und Ann- Katrin Lui (Geige). Zwischen Chor-Gesang und Instrument wechseln Anja Lui mit der Querflöte und Christina Hartmann am Saxophon.

Der Chor zeigt einen Querschnitt seines Repertoires, mal geistlich, dann wieder klassisch bis poppig, besinnlich bis peppig und das Ganze mehrsprachig. Und vor allem tüchtig entstaubt und neu interpretiert und arrangiert.

Ob Gospel, keltische Klänge, ob Deutsch oder Englisch gesungen, die Zuhörer klatschen begeistert mit. Die Freude und Energie der Akteure schwappt auf die Zuhörer über. So wie der Chor sich in seinen Darbietungen steigert, so steigert sich auch die Begeisterung der Zuhörer.

Der Chor präsentiert sich als Einheit, in dem sich dennoch jeder mit seinen Stärken einbringt. Gewürzt ist das Konzert mit unerwarteten Aktionen und kleinen Spielszenen.

Zu „Hätt‘ ich dich heut erwartet, hätt‘ ich Kuchen gemacht“ verteilen die Sängerinnen kleine Muffins im Publikum. Und als „Special Guest aus dem Dschungel“ lässt sich Celina Völker als kleiner Löwe zu „The Lion Sleeps Tonight“ feiern.

Um einen Zahnarztbesuch geht es in der gesungen und gespielten Szene „Ich ess so gerne Marzipan“, die die Akteure zu Uriah Heeps „Lady in Black“ performen.
Die traditionelle Geburtstagstruhe für Kinder während der Messe wurde hier für Erwachsene geöffnet. Dem Geburtstags- Kind wurde eigens ein Ständchen gebracht.
Auch der kürzlich stattgefundene Gospelworkshop hat seine Spuren hinterlassen: „Take Me As I Am - Nimme mich, wie ich bin“ ist ein weiterer emotionaler Moment. Und genau diese Botschaft transportieren „Kreuz und Quer“.

Am Ende tosender Applaus, stehende Ovationen. Erst nach drei Zugaben lässt das Publikum die Akteure ziehen. Bei der anschließenden „After Show Party“ mit Kuchen, Brezeln und Wein kommen Chor und Gäste ins Gespräch.