Die Schola gregoriana St. Laurentii...

...widmet sich der Pflege des Gregorianischen Chorals. Die reine Männerschola gestaltet einmal im Monat ein Choralamt in St. Laurentius. Sie singt restituierte Melodiefassungen, die auf die ältesten Handschriften zurückgehen.

Interessierte Männer, die in der Schola mitsingen möchten, setzen sich mit Kantor Ratermann in Verbindung.

Mail: ratermann[at]bistum-muenster.de
Tel.: 02581/6718

Choralämter...

Das nächste Choralamt wird am 17. Dezember gefeiert.

Der dritte Adventssonntag heißt nach dem Beginn des Introitus „Gaudete“: „Freuet euch“. Bei Jesaja heißt es in der ersten Lesung (Jes 61, 10) des Sonntags: „Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn.“ in der zweiten Lesung sagt der Apostel Paulus im ersten Brief an die Thessalonicher (1 Thess 5, 16): „Freut euch zu jeder Zeit!“ Der Introitus ist seinem  Brief an die Philipper entnommen (Phil 4,4).

Hier singt die Choralschola: „Gaudete in Domino semper: iterum dico, gaudete.“ „Freut euch allezeit im Herrn, ich sage noch einmal: Freut euch.“

Die ersten drei Adventssonntage sind von Erwartung und Vorfreude geprägt. Sie vereinen die pilgernde Kirche, die Gemeinschaft der Getauften, mit dem Gottesvolk des alten Bundes, das sich in sehnsuchtsvollem Hoffen auf die Ankunft des Messias und Friedenskönigs vorbereitet. Die Gesänge sind zum großen teil des Psalmen entnommen, aber auch dem Buch des Propheten Jesaja, der seit frühesten Zeiten der Kirche als der große Künder der Geburt des göttlichen Kindes galt. …

Der dritte Sonntag in der Adventszeit wird mit einer der wenigen Introitus-Antiphonen eröffnet, deren Text dem Neuen Testament entnommen ist.  Die textlich-melodische Gestaltung, die mit dem doppelten gaudete beginnt, steigert sich zu der zentralen Aussage: Dominus prope est: nihil solliciti estis! Der kommende Herr will mit freudiger Hoffnung und betender Sehnsucht erwartet werden. Besonders in den Gesängen dieses Sonntags zeigt sich, wie wenig der Gedanke an Buße in der Adventszeit der römischen Kirche eine Rolle spielt; vielmehr steigern sich miteinander die frohe und dankbare Erinnerung an die Heilstat Gottes (Offertorium: benedixisti, Domine, terram tuam – gesegnet hast du, Herr, dein Land [Ps 85, 2,3,4,8]) und das flehentlich-sehnsuchtsvolle Rufen nach dem kommenden Gott, der uns in die endgültige Freude und Erlösung führen wird. In der Communio erhebt sich die Melodie zu dem kraftvollen Ruf: Fürchtet euch nicht! Denn Gottes Ankunft bedeutet Rettung: Ecce Deus noster veniet et salvabit nos.

P. Gottfried Meier OSB im Begleitheft zur CD: Der Herr ist nahe – Messgesänge im Advent mit der Schola der Benediktinerabtei Gerleve

Wie in jedem Choralamt wird das Proprium - die veränderlichen Teile der Messe (Introitus, Graduale, Offertorium, Communio) - von der Choralschola allein, das Ordinarium - die „festen“ Teile der Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) - im Wechsel mit der Gemeinde gesungen.