Das "Bußsakrament" (= Sakrament der Versöhnung)...

...hat in der Kirchengeschichte tiefgreifende Wandlungen erfahren. Es ist das Zeichen der Versöhnung mit Sündern, die schwere und gemeinschaftsschädigende Schuld auf sich geladen haben. Das Bußsakrament ist ein Quell immer wieder eröffneter Lebenserneuerung und rückt ins Bewußtsein, dass wir Menschen vor Gott einen neuen Anfang machen dürfen. Die Kirche steht heute vor der Herausforderung, eine Praxis des Bußsakramentes zu finden, die für Christen unserer Zeit als versöhnend und erneuernd erfahren wird.

Das Sakrament der Versöhnung wird vom Priester entweder im Beichtstuhl (quasi anonym) oder im direkten Gespräch mit dem Gegenüber - häufig auch durch Handauflegung - gespendet.

In der Laurentiuskirche ist dazu i.d.R. samstags von 17.30 - 18.00 Uhr oder nach direkter Terminabsprache mit einem Priester Gelegenheit.



Gewissenserforschung

   I.
Ich habe den Finger auf die Wunde
gelegtIch habe den Finger nicht auf die Wunde gelegt

Ich habe andere mit Worten abgespeist
Ich habe andere nicht mit Worten gespeist.

Ich war nicht traurig unter den Traurigen
Ich war nicht fröhlich unter den Fröhlichen

   II.
Ich habe nicht das Richtige getan
Ich habe das Richtige nicht getan

Ich habe nicht ds Äußerste getan
Ich habe nicht das Innerste getan

Ich habe nicht getan, was ich tun konnte
Ich habe getan, was ich nicht tun konnte

   III.
Ich bin zu weit gegangen
Ich bin nicht weit genug gegangen

Ich bin nicht in mich gegangen
Ich bin nicht in alle Welt gegangen

Ich habe den Lebenden unter den Toten gesucht
Ich habe keine Berge versetzt

(Lothar Zenetti)