Kurzes Statement zur Vielfalt - lang anhaltender Applaus

Am Wochenende haben wir in allen Gottesdiensten ein kurzes Statement zur Vielfältigkeit von Lebensformen gegeben.

Foto: Jonas Wiening, WN

Auf das römische Dekret „zur Unzeit“ hin bezüglich des Verbotes der Segnung homosexueller Paare hat sich viel Protest geregt, nicht zuletzt auch unter Seelsorgern/innen, die sich in bislang nicht gekanntem Maß in einer Erklärung samt Unterschriftenaktion gegen das Dekret verbündet und erklärt haben, keine Segnungen zu verweigern.

Im Zuge des im Laufe der Woche stärker werdenden Protestes haben wir am Freitagmorgen kurzfristig abgesprochen, wie an vielen anderen Kirchen auch, an der Laurentiuskirche und am Marienpfarrheim eine Regenbogenfahne aufzuhängen, die uns über die Initiative Maria 2.0 in unserer Gemeinde zu Verfügung gestellt wurde.
Am Wochenende haben wir in allen Gottesdiensten dazu ein kurzes Statement gegeben. Der teils langanhaltende Applaus hat uns in unserer Haltung bestärkt.

Gestern Nacht wurden die Fahnen an der Laurentiuskirche und am Marienpfarrheim gewaltsam abgerissen. Da dies schon einigen Aufwand voraussetzt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht einfach um beliebigen Vandalismus gehandelt hat, sondern um einen gezielten Protest gegen die Aktion.
Es ist kein neues Phänomen, dass sich bestimmte Kreise in Gesellschaft und Kirche mit der Vielfältigkeit von Lebensformen schwertun und keine andere Form der Auseinandersetzung kennen als Ausschluss und Aggression.
Dennoch werden wir weiterhin eintreten für eine offene und gastfreundliche Kirche.