Vier Warendorferinnen zur Eröffnung der ersten Synodalversammlung in Frankfurt

Mit der ersten von vier geplanten Synodalversammlungen vom 31.01. bis 01.02.2020 startete nun der Synodale Weg – ein als Dialog angelegter Reformprozess der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in seine konkrete Arbeitsphase.

230 Delegierte kamen zu Gesprächen über mögliche Reformen in der Katholischen Kirche in Frankfurt/M. zusammen. In vier Gesprächsforen geht es um: Macht, Partizipation und Gewaltenteilung, Sexualmoral, Priesterliche Existenz und Frauen in Diensten und Ämtern in der Katholischen Kirche.

Auch die kfd (katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) ist mit drei Delegierten in der ersten Synodalversammlung vertreten. Sie hatte bereits mit ihrer Aktion „Macht Licht an“ im Dezember 2018 die Aufklärung der Missbrauchsfälle, die Abschaffung von verkrusteten Machtstrukturen, die Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit der Menschen und die Erneuerung der katholischen Kirche mit gleichberechtigten Frauen gefordert.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten sich nun hunderte Frauen und Männer aus vielen Teilen der Bundesrepublik auf den Weg gemacht. Sie wollten mit ihrer Anwesenheit in Frankfurt den delegierten Laien den Rücken zu stärken.

Auch vier Frauen aus Warendorf war es wichtig, hier Präsenz zu zeigen. Jetzt, mit Beginn der Synodalversammlung eröffnet sich die Möglichkeit, im intensiven Austausch zwischen Laien und Kirchenvertretern die in der katholischen Kirche dringend notwendigen Reformen auf den Weg zu bringen.

Mit weiteren Aktionen soll in Münster und Umgebung der Reformprozess unterstützt werden.

So rufen die kfd im Bistum Münster und die Bewegung Maria 2.0 anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März 2020 ab 11.15 Uhr vor dem Dom in Münster zu einer Mahnwache zur grundsätzlichen Erneuerung der Katholischen Kirche als Institution auf.

Vom 09.  bis 16. Mai 2020 ruft die kfd im Bistum Münster zu einer Aktions- und Protestwoche auf. In Gottesdiensten, Gebeten, Mahnwachen u. ä. soll den Reformforderungen in den Gemeinden vor Ort Nachdruck verliehen werden. Im Rahmen dieser Protestwoche wird es am 10.05.2020 um 11 Uhr vor dem Dom in Münster eine weitere Mahnwache geben.

Wer auch Interesse hat, die Reformen in der Kirche zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, am 08.03.2020 um 9.13 Uhr vom Bahnhof Warendorf mit Gleichgesinnten nach Münster zu fahren und, oder per Email an  bause[at]bistum-munster.de Kontakt aufzunehmen.