Partnerschaft macht Freu(n)de

St. Pauls, Walewale/Ghana – St. Laurentius, Warendorf

Schon seit 1987 besteht die offizielle Gemeindepartnerschaft zur St. Pauls Gemeinde in Walewale im Norden Ghanas. In diesen drei Jahrzehnten hat sich ein reger persönlicher Austausch etabliert, der durch wechselseitige Besuche gestützt wird; letztmals waren einige Warendorfer im Herbst 2018 in Ghana. Darüber hinaus unterstützen wir Projekte vor Ort mit dem Schwerpunkt Schulbildung und Gesundheitsversorgung. So wird seit vielen Jahren Schülerinnen und Schülern in Walewale der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht (Stipendium). Daneben finanzieren wir die von der St. Pauls Gemeinde organisierte Selbsthilfegruppe für HIV-Infizierte sowie deren Angehörigen und Waisen; neben der Bezahlung der notwendigen Medikamente gibt es hier für die Bedürftigen regelmäßige Lebensmittelausgaben.

Neben der dauerhaften Förderung der Schulkinder und der HIV-Kranken werden anderweitige Projekte unterstützt, so zuletzt in 2017 die Fertigstellung eines Kirchendachs oder die Anschaffung eines Computers für die Gemeindeverwaltung. In 2013 konnten wir gemeinsam mit dem Kindermissionswerk den kompletten Neubau einer Schule organisieren.

Die Finanzierung unserer Partnerschaft erfolgt ausschließlich über private Spenden. Wer unsere Arbeit – einmalig oder dauerhaft – unterstützen möchte, kann dies tun mit einer Spende unter dem Stichwort „Walewale“ auf das Konto bei der

Sparkasse Münsterland/Ost
IBAN: DE81 4005 0150 0000 0118 90
BIC: WELADED1MST

Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

Kontaktmöglichkeiten:

Martina Grundkötter
Tel.: 02581 / 634770
Mail: martina[at]grundkoetter.com

Michael Hein
Tel.: 02581 / 96863
Mail: michael.hein[at]gmail.com

Margit Höllmann
Tel.: 02581 / 6582

Misereor-Sonntag in der Marienkirche

- Chormusik und Soli-Essen zur Fastenzeit -

„Mach was draus: sei Zukunft“ - unter diesem Motto nimmt das Hilfswerk Misereor in diesem Jahr vor allem junge Menschen in El Salvador und deren Zukunftsperspektiven in den Blick. Die Laurentius-Gemeinde lädt daher ein zum Misereor-Sonntag am 07.04.2019, der mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Solidaritätsessen gefeiert wird. Um 10 Uhr wird hierzu eine besonders gestaltete Messe in der Marienkirche stattfinden, die musikalische Gestaltung übernimmt der Chor „Kreuz und Quer“ unter der Leitung von Elke Blienert.

Im Anschluss an den Gottesdienst wir zu einem Vortrag mit anschließendem Solidaritätsessen ins Pfarrheim gegenüber eingeladen. In diesem Jahr berichten Margit Höllmann und Manuela Woltering von Ihrem Besuch in der Partnergemeinde in Walewale/Nordghana im vergangenen Jahr. Beide sind seit vielen Jahren aktiv im Partnerschaftskreis der Laurentius Gemeinde und waren schon mehrmals in Ghana. Im Oktober 2018 machten die beiden sich erneut auf, um die vielen angestoßenen Projekte zu besuchen und vor allem auch um den persönlichen Kontakt auszubauen. Denn die St. Pauls Gemeinde in Walewale hat seit 2017 einen neuen Pfarrer und ein neues Seelsorge-Team, die auch für die Partnerschaftsarbeit zuständig sind. Und so ist es gut, dass der Kontakt nicht nur über e-mail und WhatsApp erfolgt sondern dass man die Dinge auch einmal persönlich bespricht. Denn Partnerschaft lebt auch und gerade von Vertrauen. Aus diesem Grund werden dann im August 2019 auch zwei Gäste aus Ghana in Warendorf erwartet, die auf Einladung der Laurentiusgemeinde zu Besuch sein werden. Der letzte Besuch einer Delegation aus Walewale liegt nunmehr schon 15 Jahre zurück.

Und so haben die beiden Warendorfer Reisenden viel zu berichten über die großen Projekte wie die dauerhafte Unterstützung der Schüler und Studenten, die Hilfe für die HIV-Kranken und deren Angehörige, die Verteilung von Solarlampen und über den Bau des Kirchendachs in Yama. Aber auch die vielen kleineren Themen, wie die Finanzierung von Schuluniformen oder der Bau von Sanitäranlagen standen auf dem Arbeitsprogramm. Darüber hinaus gab es die Gelegenheit, mehrere der sogenannten Außenstationen zu besuchen (zur St. Pauls Gemeinde gehören 24 Dörfer, die bis zu 70 Kilometer von Walewale entfernt liegen). Ist das Leben in Walewale für uns als Europäer schon sehr spartanisch, so gibt es in den Außenstationen häufig nicht einmal Elektrizität oder fließendes Wasser. Auch das sind Eindrücke, die man nicht mehr vergisst.

So können sich die Gäste auf einen spannenden Vortrag freuen, der in eine für uns oftmals fremde und arme, aber zugleich freundliche und fröhliche Welt entführt. Und der darüber berichtet, wie es - neben den Projekten - auch ansonsten guten Fortschritt gibt, aber noch immer sehr viel zu tun bleibt.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es dann ein gemeinsames Mittagessen, in diesem Jahr gibt es Schnitzel mit Gratin und Salat sowie ein Nachspeisen-Buffet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Besonders eingeladen sind Familien mit Kindern.

Der Erlös aus dem Essen und aus der Kollekte fließt vollständig in die Projekte der Partnerschaft.

Wer die Partnerschaftsarbeit unterstützen möchte kann dies tun mit einer Spende auf das Konto DE81400501500000011890 bei der Sparkasse Münsterland-Ost. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

Ghana-Reise im Herbst 2018

Unter dem Motto „Partnerschaft macht Freu(n)de“ machten sich Manuela Woltering und Margit Höllmann in den Herbstferien 2018 auf den Weg nach Ghana zu unserer Partnergemeinde St Pauls Walewale. Dort besuchen sie den neuen Pfarrer Lawrence, das Partnerschaftskomitee, die Schule in Nasia, ein paar weiter Außenstationen und den Bischof Alfred.

Walewale ist eine kleine Stadt im Norden Ghanas mit ca. 5.000 Einwohnern. Zur dortigen Gemeinde gehören noch 21 weitere Dörfer. Auch diese sogenannten Außenstationen werden vom Pastoralteam in St. Pauls begleitet. Das ist nicht immer einfach, da die Dörfer bis zu 60 km entfernt liegen und die Straßen dorthin nur sehr schlecht ausgebaut sind.

Ghana liegt in Westafrika und gilt dort als „Vorzeige-Demokratie“. Denn seit fast drei Jahrzehnten werden in fairen und offenen Wahlen die Regierungen gewählt, Regierungswechsel verlaufen friedlich und in gutem Einvernehmen. Dennoch lebt ein Großteil der 24 Millionen Einwohner in teilweise extremer Armut. Dies gilt vor allem für den armen Norden, in dem wir aktiv sind.

1999 durften wir unsere Partnergemeinde erstmals besuchen, ein Gegenbesuch erfolgte auf unserer Einladung dann 2004. Inzwischen waren wir noch drei weitere Male vor Ort, letztmals im Oktober 2016. Beeindruckend ist die Entwicklung, die das Land und auch die St. Paul´s Gemeinde in dieser Zeit genommen hat. Das sehen wir vor allem an dem Fortschreiten der von uns geförderten Projekte:

Seit Beginn der Partnerschaft unterstützen wir die Schulbildung. So wird ca. 15 – 20 Jugendlichen pro Jahr der Besuch einer weiterführenden Schule durch die Übernahme der Schulgebühren ermöglicht. Seit einigen Jahren gelingt es, einigen Absolventen auch ein Studium zu finanzieren. Sind diese mit ihrer Ausbildung fertig, haben sie die Möglichkeit, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. So bieten wir konkrete Hilfe zur Selbsthilfe.

Im Jahr 2013 konnten wir gemeinsam mit dem Kindermissionswerk den Bau einer Schule verwirklichen. Dieses, bisher unser größtes Projekt, ist ein voller Erfolg: die Schule ist im guten Betrieb und sie ist voll ausgelastet. Eine Erweiterung der Schule wollen die Leiter der St. Pauls Gemeinde in den nächsten Jahren in Angriff nehmen. Aktuell wird eine Übernachtungsmöglichkeit für die Schüler/innen gebaut. Der Anreiseweg der Schüler/innen ist oft sehr weit. Auch hier wird das Kindermissionswerk, zusammen mit den Warendorfer Sternsingern, helfen.

Eine weitere finanzielle Unterstützung bekommt die Selbsthilfegruppe der HIV-Infizierten, die PLWA (People Living With Aids). HIV und Aids sind nach wie vor eines der größten Probleme auch in Westafrika. Nicht selten hängen die Schicksale ganzer Familien von der Entwicklung einer solchen Krankheit ab, vor allem, wenn die Eltern betroffen sind. In der PLWA-Gruppe, die von der St. Pauls Gemeinde betreut wird, sind HIV-Infizierte und an Aids erkranke Menschen, ihre Angehörigen und vor allem auch Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. Mit unserer Hilfe werden vor allem die notwendigen Medikamente gekauft oder das Geld für den Bus zum Krankenhaus finanziert (nur dort kann eine Behandlung erfolgen). Darüber hinaus erhalten die Gruppenmitglieder Nahrungsmittel, sofern diese finanziert werden können.  

Neben diesen dauerhaften Projekten besprechen wir mit den Partnern vor Ort regelmäßig, wo ansonsten „der Schuh drückt“. Mal ist es die Anschaffung eines Computers für die Gemeindearbeit, mal die Fertigstellung einer Elektroinstallation in einem Gebäude. Im Jahr 2017 haben wir die Fertigstellung einer kleinen Kirche in einer der Außenstationen finanziert. Das Gebäude wird sowohl für die Gottesdienste aber auch als Gemeindezentrum für Versammlungen und Treffen der Gemeindegruppen genutzt. Denn in der Regenzeit ist ein Dach über dem Kopf auch in Ghana unerlässlich.

Finanziert wird die Partnerschaft durch einmalige und auch regelmäßige Spenden. Auch die Zuwendung anlässlich von Geburtstagen oder Jubiläen („Spenden statt Geschenke“) ist ein willkommener Anlass, die Arbeit vor Ort  zu fördern.

Wer mehr über die Arbeit in der Partnerschaft erfahren möchte kann gern den Partnerschaftskreis ansprechen.