Lied des Monats Februar

Im Februar wird das Lied „Dieser Tag ist Christus eigen“ (GL 103) neu in unserer Gemeinde eingeführt.

Im Internet unter www.dli.institute/wp/dieser-tag-ist-christus-eigen-gl-103/ findet sich das folgende Liedportrait von Meinrad Walter

„Gottesdienst ist „Unterbrechung“ des Alltags und Hören auf Gottes Melodie. Der Sonntag ist der „Tag der Tage“, an dem wir uns daran erinnern, dass Gott das Zentrum ist. Eine Theologie des Sonntags kann bei der Schöpfungsgeschichte im Alten Testament ansetzen: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte. Es war sehr gut. Er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig.“ (Genesis 1,31a; 2,2b-3a).

Warum aber ist dieser Tag „Christus eigen“? Weil er nicht nur der Tag der Schöpfung, sondern auch der Tag der Erlösung ist. Genau hier setzt das Lied an, beim Tag der Auferstehung. Jeder Sonntag will an den Ostermorgen erinnern, der „die Todesnacht durchbricht“. Wir lesen davon im Buch der Bibel, nun im Neuen Testament. Die erste Strophe dieses Liedes liest aber auch im „Buch der Natur“, denn sogar das „Morgenlicht“ bezeugt Gottes Walten. Insgesamt bedenkt und besingt die erste Strophe die Herkunft des Sonntags aus dem Ereignis der Auferstehung Christi.

Die zweite Strophe nennt die Gegenwart. Wir sind mitten in der Feier und erinnern uns an Christi Leid und Auferstehung. Sein „Gedächtnis“ feiern wir, weil er es so gewollt hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Dabei wird unsere Gegenwart auch zur Gegenwart Christi, denn er geht „menschlich“ mit uns: im menschgewordenen Sohn Gottes, aber auch in den Mitmenschen.

Um Zukunft und Vollendung geht es in der dritten Strophe. Der Sonntag ist ein Segen! Aber wir bleiben oftmals hinter seiner Verheißung zurück in „Mühsal, Leid und Plage“. Dennoch ist die Verheißung universal, der ganzen Welt zugesprochen. Nicht nur einige wenige dürfen ausruhen, weil andere für sie arbeiten, selbst am Sonntag. Die sonntägliche Hoffnung heißt, „dass für alle Sonntag wird“.

Der Verfasser ist Peter Gerloff, Autor sehr vieler Liedtexte. In diesem Lied geht er einen poetisch-theologischen Sonntagsspaziergang: vom Sonnenaufgang in Gottes Natur (Strophe 1) über die Feier der Erlösung in Kirche und Gottesdienst (Strophe 2) bis zur nicht immer sonntäglichen Welt, die der Geist durchdringen und erneuern will (Strophe 3).

Der vierzeiligen Melodie im weiträumigen 6/4-Takt eignet ein hymnischer Fluss. Der erste Takt jeder Phrase ist gleich gebaut, allerdings wechselt die Tonhöhe: die erste Zeile festigt die Grundtonart F-Dur, die zweite steht eine Terz tiefer, die dritte dann eine Terz höher als der Beginn, und die vierte Zeile kehrt mit einer leichten Variation wieder zur ersten zurück. Ähnlich geschickt ist das Ende jeder Zeile komponiert: die erste schafft eine gute Verbindung zur zweiten; nach Zeile 2 gibt es eine Zäsur auf der Dominante, wohingegen der Übergang von 3 nach 4 den Grunddreiklang beschreibt. Nur eine Zeile aber kommt auf dem Grundton zur Ruhe, nämlich die letzte.

So einfach sind gute Lieder! Ursprünglich ist die um 1939 entstandene Melodie mit dem Grüssauer Marienlied „Sei gegrüßt, du Gnadenreiche“ verbunden, dessen Text von Georg Thurmair stammt. Gilbert König, der Komponist der Melodie, war Benediktinermönch im Kloster Grüssau und später Pfarrer der Gemeinde Heilig Kreuz in Bad Wimpfen sowie Organist und Kantor der Abtei Wimpfen im Tal.

 

Die kirchenmusikalischen Höhepunkte der nächsten Zeit...

Gregorianischer Choral in St. Laurentius

Stimmungsvoll dargebracht verzaubern Melodien des gregorianischen Chorals immer wieder die Menschen – sei es im Konzert, sei es im Gottesdienst. Regelmäßig erklingen sie auch in Warendorf. Studiert und gesungen werden sie von der Schola gregoriana Sti. Laurentii. Am Sonntag, 24. Februar 2019 um 9 Uhr singt sie während des Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Laurentius ausgewählte Melodien aus dem reichen Schatz des gregorianischen Repertoires.

 

Kreuz & Quer singt am Karnevalssonntag

Der Chor „Kreuz & Quer“  bereitet sich derzeit mit Begeisterung auf den Gottesdienst am Karnevalssonntag, den 03.03.2019 um 10 Uhr in der Kirche St. Marien vor. So will der Chor auch in diesem Jahr mit seiner Musik die kecke Kirchenmaus hervorlocken und freut sich schon auf einen humorvollen Vortrag zu aktuellen „Warendorfer Stadtgeschichten“.  Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Vorankündigung - Save the Date

Am 17. März in Warendorf: "Multiple Voice"

Am Sonntag, dem 17. März 2019, gibt der renommierte Chor "Capella-Vocale Münster" unter Leitung von Daniel Lembeck um 17 Uhr in St. Laurentius Warendorf ein Konzert. Unter dem Thema „Multiple Voice“ erklingen Werke mit Bezug zum Gregorianischen Choral. Dieser wird von der Schola Gregoriana St. Laurentii, Warendorf, und der Frauenschola der Kirchenmusikschule Münster, die von Bernhard Ratermann geleitet werden, hergestellt. Während Bernhard Ratermann mit seinen beiden Ensembles die Original-Melodien darbietet, stellt die Capella daraus entstandene Werke u.a. von Maurice Duruflé, Ola Gjeilo, Henning Sommerro und Morten Lauridsen vor. Die Gesamtleitung liegt bei Daniel Lembeck.

Rückblick

Multiple Voice - ein Chorkonzert unter Mitwirkung der Schola Gregoriana

Die Schola Gregoriana St. Laurentius hat beim 23. Benefizkonzert „Zukunft für Kinder“ mitgewirkt, das der Lions Club Münster am 18. November um 17 Uhr in der Überwasserkirche in Münster veranstaltete. Weitere Mitwirkende waren die „Capella Vocale Münster“ unter Leitung von Daniel Lembeck und die „Frauenschola der Kirchenmusikschule Münster“ unter Leitung von Kantor Bernhard Ratermann. Zur Aufführung kamen Chorwerke, die ihre Wurzeln im gregorianischen Choral haben. Diese „Wurzeln“ wurden von der Schola gregoriana St. Laurentius und der Frauenschola gesungen. Die Zuhörer in der voll besetzten Überwasserkirche erlebten ein anspruchsvolles Konzert. Der lang anhaltende Applaus bestätigte den Einsatz der beiden Chorleiter und der Sängerinnen und Sänger.  

Über den nachfolgenden Link kommen Sie zum Artikel über das Konzert in den Westfälischen Nachrichten:

https://www.wn.de/Muenster/3556474-Benefizkonzert-in-Ueberwasser-Tosender-Beifall-fuer-starke-Stimmen

Großartiges Klangerlebnis - Konzert der Marienkantorei

Auch wenn die musikalischen Großereignisse bereits am vergangenen Samstag und Sonntag stattgefunden hatten, so stehen die Akteure immer noch unter dem starken Eindruck des Erlebten. Die WN hatten bereits mehrfach im Vorfeld auf die Rutter-Konzerte hingewiesen, die in der Marienkirche in Warendorf zur Aufführung gelangten. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Holger Blüder hatten sich insgesamt etwa 50 Instrumentalmusiker des Großen Sinfonieorchesters der Schule für Musik im Kreis Warendorf sowie 23 Sängerinnen vom Mädchenchor Marienfeld und 67 Sängerinnen und Sänger von der Marienkantorei Warendorf zusammengetan, um geistliche Musik des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter zur Aufführung zu bringen. Diese Kooperation hatte es bislang noch nie gegeben; alle Beteiligten betraten voller Erwartung und Vorfreude Neuland. Die Proben zu den Konzerten nahmen etwa ein halbes Jahr in Anspruch. Dankenswerterweise wurde das Projekt finanziell großzügig von der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf unterstützt.

Am Samstagabend nahmen 230 Besucher in den Bänken der Marienkirche Platz, am Sonntagabend war die Kirche mit über 450 erwartungsfrohen Besuchern brechend voll. In der ersten Konzerthälfte konnten sich sowohl das Sinfonieorchester als auch die beiden Chöre einzeln mit Rutter-Werken präsentieren. In der zweiten Hälfte wurde deutlich, welch gewaltige Klangfülle ein derartig großes Ensemble zu erreichen in der Lage ist. Claudia Lawong brillierte als Sopran-Solistin, Axel Wolloschek konnte als Bariton wieder überzeugen. Knisternde Spannung, absolute Ruhe bei den Zuhörern, Varianz in den Tempi, Abwechslung in der Lautstärke – ein seltenes Beispiel für große und anspruchsvolle, nie seicht daherkommende Musik. Holger Blüder verstand es ausgezeichnet, die Akzente zu setzen, den Überblick zu behalten und durch klares und unmissverständliches Dirigat Hilfen zu geben. So gelang es nicht nur, das Publikum mit wunderbarer Musik zu begeistern, sondern auch, die Zuhörer an großen und unterschiedlichen Emotionen teilhaben zu lassen und ihnen überzeugend die der Musik zugrunde liegenden Texte und Glaubensaussagen zu vermitteln.  

Beim abschließenden Lied „The Lord bless you and keep you“ wurden die Anwesenden unter den Segen Gottes gestellt. Dazu bildeten die Sängerinnen und Sänger einen großen, den gesamten Kirchenraum ausfüllenden Kreis und positionierten sich „schützend“ um die Konzertbesucher. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der Symbolik und der Musik tief ergriffen. Dementsprechend äußerten sich viele Menschen beim Verlassen der Marienkirche voller Dankbarkeit: „Ich war sehr berührt“, „Ich konnte stellenweise die Tränen nicht zurückhalten“, „danke für das Musikerlebnis“, „Ich würde nun am liebsten selber in einem Chor mitsingen!“ Wen wundert es, dass es neben der wunderbaren Musik auch diese positive und dankbare Resonanz der Konzertbesucher war, die die Akteure beglückte.

Dr. Ulrich Reul

Bilder: Birgit Edelhoff

Pressearchiv der Kirchenmusik

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