Aktuelles

Projektchor zum Fronleichnamsfest

Auch in diesem Jahr wird ein Projektchor das Fronleichnamsfest am 20. Juni mitgestalten. Zur Vorbereitung ist eine Probe am Sonntag, 16. Juni angesetzt: sie findet in der Zeit von 11:15 Uhr bis 12:15 Uhr im Pfarrheim an der Marienkirche statt. In der Eucharistiefeier und der sich anschließenden Prozession werden ausgewählte einfache mehrstimmige Chorsätze gesungen. Anmeldung bitte bei Kantor Bernhard Ratermann per eMail: ratermann[at]bistum-muenster.de oder per Telefon: 02581 / 6718

Die kirchenmusikalischen Höhepunkte der nächsten Zeit...

Krönungsmesse von Mozart zu Mariä-Himmelfahrt

Im neuen Probenabschnitt studiert der Kirchenchor St. Laurentius ab dem 8. Mai eines der bekanntesten Chorwerke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) ein: die „Krönungsmesse“ für Soli, Chor und Orchester. Sie wird im Festgottesdienst zu Mariä-Himmelfahrt am 17. August 2019 um 18 Uhr gesungen. Bis zu den Sommerferien sind ab dem 8. Mai jeweils mittwochs neun Probenabende terminiert, weitere drei Proben (einschl. Generalprobe) im August. Interessierte, die das Werk mitsingen wollen, erhalten Informationen bei Kantor Bernhard Ratermann (( 02581/6718) oder per Mail ratermann@bistum-muenster.de

Rückblick

Seicento Vocale mit Monteverdis Marienvesper in St. Laurentius

 

Das Ensemble „Seicento vocale“ unter Leitung von Alexander Toepper gestaltete am Sonntag, dem 12. Mai 2019 ein Konzert in der Laurentiuskirche. Es hatte mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi einen echten Meilenstein der Musikgeschichte im Gepäck.

Seicento vocale ist ein junges, professionelles Vokalensemble, das überwiegend aus Studierenden und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold sowie weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland besteht. Seicento, 600, steht als Kurzform für "mille seicento" und somit für die Kultur des 17. Jahrhunderts, die Grundlage für Programmkonzepte darstellt. Nach dem Programm "Friedensrufe" aus dem vergangenen Jahr mit Werken des 20. Jahrhunderts kehrt das Ensemble nun mit der berühmten Marienvesper zum Kernrepertoire zurück.

Das Projekt ist gleichzeitig die erste Kooperation mit dem ebenfalls jungen „Orpheus consort“. Es hat sich im Herbst 2018 formiert, um sich in flexibler Besetzung der Vokal- und Instrumentalmusik der Renaissance und des Frühbarock zu widmen. Die Musiker beschäftigen sich dabei in historisch informierter Aufführungspraxis mit den Werken und erreichen durch farbenreiche Instrumentationen (ganz im Sinne des „Broken Consort“) immer neue, einzigartige Blickwinkel auf bereits Bekanntes. Zusätzlich interpretieren sie auch zeitgenössische Musik auf historischem Instrumentarium um diese in einen neuen Kontext zu stellen.

Diese Kooperation ermöglicht eine farbenreiche Instrumentierung des Meisterwerks, gepaart mit einem Chorklang, bei dem alle Sängerinnen und Sänger auch gleichzeitig Solisten sind.

 

Archiv

Multiple Voice - ein Chorkonzert unter Mitwirkung der Schola Gregoriana

Die Schola Gregoriana St. Laurentius hat beim 23. Benefizkonzert „Zukunft für Kinder“ mitgewirkt, das der Lions Club Münster am 18. November um 17 Uhr in der Überwasserkirche in Münster veranstaltete. Weitere Mitwirkende waren die „Capella Vocale Münster“ unter Leitung von Daniel Lembeck und die „Frauenschola der Kirchenmusikschule Münster“ unter Leitung von Kantor Bernhard Ratermann. Zur Aufführung kamen Chorwerke, die ihre Wurzeln im gregorianischen Choral haben. Diese „Wurzeln“ wurden von der Schola gregoriana St. Laurentius und der Frauenschola gesungen. Die Zuhörer in der voll besetzten Überwasserkirche erlebten ein anspruchsvolles Konzert. Der lang anhaltende Applaus bestätigte den Einsatz der beiden Chorleiter und der Sängerinnen und Sänger.  

Über den nachfolgenden Link kommen Sie zum Artikel über das Konzert in den Westfälischen Nachrichten:

https://www.wn.de/Muenster/3556474-Benefizkonzert-in-Ueberwasser-Tosender-Beifall-fuer-starke-Stimmen

Großartiges Klangerlebnis - Konzert der Marienkantorei

Auch wenn die musikalischen Großereignisse bereits am vergangenen Samstag und Sonntag stattgefunden hatten, so stehen die Akteure immer noch unter dem starken Eindruck des Erlebten. Die WN hatten bereits mehrfach im Vorfeld auf die Rutter-Konzerte hingewiesen, die in der Marienkirche in Warendorf zur Aufführung gelangten. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Holger Blüder hatten sich insgesamt etwa 50 Instrumentalmusiker des Großen Sinfonieorchesters der Schule für Musik im Kreis Warendorf sowie 23 Sängerinnen vom Mädchenchor Marienfeld und 67 Sängerinnen und Sänger von der Marienkantorei Warendorf zusammengetan, um geistliche Musik des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter zur Aufführung zu bringen. Diese Kooperation hatte es bislang noch nie gegeben; alle Beteiligten betraten voller Erwartung und Vorfreude Neuland. Die Proben zu den Konzerten nahmen etwa ein halbes Jahr in Anspruch. Dankenswerterweise wurde das Projekt finanziell großzügig von der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf unterstützt.

Am Samstagabend nahmen 230 Besucher in den Bänken der Marienkirche Platz, am Sonntagabend war die Kirche mit über 450 erwartungsfrohen Besuchern brechend voll. In der ersten Konzerthälfte konnten sich sowohl das Sinfonieorchester als auch die beiden Chöre einzeln mit Rutter-Werken präsentieren. In der zweiten Hälfte wurde deutlich, welch gewaltige Klangfülle ein derartig großes Ensemble zu erreichen in der Lage ist. Claudia Lawong brillierte als Sopran-Solistin, Axel Wolloschek konnte als Bariton wieder überzeugen. Knisternde Spannung, absolute Ruhe bei den Zuhörern, Varianz in den Tempi, Abwechslung in der Lautstärke – ein seltenes Beispiel für große und anspruchsvolle, nie seicht daherkommende Musik. Holger Blüder verstand es ausgezeichnet, die Akzente zu setzen, den Überblick zu behalten und durch klares und unmissverständliches Dirigat Hilfen zu geben. So gelang es nicht nur, das Publikum mit wunderbarer Musik zu begeistern, sondern auch, die Zuhörer an großen und unterschiedlichen Emotionen teilhaben zu lassen und ihnen überzeugend die der Musik zugrunde liegenden Texte und Glaubensaussagen zu vermitteln.  

Beim abschließenden Lied „The Lord bless you and keep you“ wurden die Anwesenden unter den Segen Gottes gestellt. Dazu bildeten die Sängerinnen und Sänger einen großen, den gesamten Kirchenraum ausfüllenden Kreis und positionierten sich „schützend“ um die Konzertbesucher. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der Symbolik und der Musik tief ergriffen. Dementsprechend äußerten sich viele Menschen beim Verlassen der Marienkirche voller Dankbarkeit: „Ich war sehr berührt“, „Ich konnte stellenweise die Tränen nicht zurückhalten“, „danke für das Musikerlebnis“, „Ich würde nun am liebsten selber in einem Chor mitsingen!“ Wen wundert es, dass es neben der wunderbaren Musik auch diese positive und dankbare Resonanz der Konzertbesucher war, die die Akteure beglückte.

Dr. Ulrich Reul

Bilder: Birgit Edelhoff

Pressearchiv der Kirchenmusik

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