Aktuell

Am Fettmarktsonntag, 18. Oktober gestaltet Christian Ortkras (Sassenberg) um 17 Uhr ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Laurentius. Sein Programm mit festlichen Werken des 17. und 19. Jahrhunderts gibt dem Kirchweihfest der Pfarrkirche, das an diesem Tag gefeiert wird, ein konzertantes Kolorit. Dank einer Spende der Volksbank Warendorf ist der Eintritt frei.

Im ersten Teil des gut einstündigen Konzerts erklingen Werke aus dem Barock, zunächst das „Praeludium und Fuge G-Moll“ von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707). Der ideenreiche Orgelkomponist wirkte an St. Marien in Lübeck. Nicht von ungefähr gilt er als der Hauptvertreter der norddeutschen Orgeltradition. Sein vierteilig angelegtes Werk gibt davon beredt Zeugnis. Etwa zur gleichen Zeit wie Buxtehude hatte Johann Pachelbel (1657 – 1706) das Organistenamt in Nürnberg St. Sebald inne. Bekannt ist von ihm der „Kanon in D-Dur“. Von ihm musiziert Ortkras ein besonderes Kleinod: das „Ricercar in C-Moll“, eine streng kontrapunktisch musikalische Form, die ihre Blüte vor allem im 16. Jahrhundert hatte. Zwei jeweils dreisätzige  Werke von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) runden den ersten Teil ab: die „Fantasia G-Dur“ (BWV 572) und die Triosonate C-Dur (BWV 529).

Virtuos setzt Ortkras das Programm mit der „Toccata“ von Eugène Gigout (1844 – 1925) fort. Sie ist den Dix Pièces, einer Sammlung von 10 Orgelwerken entnommen und gehört zu den beliebtesten Konzertstücken der Romantik.  Aus der dritten Orgelsinfonie von Louis Vierne (1870 – 1937) schließt sich das „Intermezzo“ an. Einen fulminaten Schlusspunkt wird Ortkrass mit der berühmten „Toccata“ aus der fünften Orgelsinfonie von Charles Marie Widor (1844-1937) setzen.

Christian Ortkras wurde 1991 in Gütersloh geboren. Seit August 2018 ist er hauptamtlicher Kirchenmusiker in Sassenberg. Außerdem leitet er in der Pfarrei St. Laurentius Warendorf den Kirchenchor St. Josef. Als Jugendlicher machte er mit mehreren Auszeichnungen - 1. und 2. Preise bei den Wettbewerben „Jugend-Musikpreis der Stadt Rheda-Wiedenbrück“ und bei „Jugend musiziert“ – auf sich  aufmerksam. Christian Ortkras studierte katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold und schloss das Studium 2020 ab. Zu seinen Lehrern zählen unter anderem Prof. Thomasz Adam Nowak (Orgel) und Dr. Friedhelm Flamme (Orgel). Regelmäßige Teilnahmen an Meisterkursen und Fortbildungen runden seine Ausbildung ab.

Die kirchenmusikalischen Aktivitäten der nächsten Zeit...

Sonntag, 18. Oktober 2020, 17 Uhr

Orgelkonzert

am Kirchweihfest der Pfarrkirche St. Laurentius

Christian Ortkras, Sassenberg
 

1. Advent 2020

Vorabendmesse am 28. November 2020, 18:30 Uhr

Illumination der Pfarrkirche ausschließlich mit Kerzenlicht

Kirchenchor St. Laurentius

Leitung: Bernhard Ratermann

 

Sonntag, 29. November 2020, 17 Uhr

Chorkonzert

Freckenhorster Kammerchor

Leitung: Ulrich Grimpe

 

3. Advent, 13. Dezember 2020, 17 Uhr

Orgelkonzert in St. Laurentius

Michael Schmitt, Telgte

 

Freitag, 1. Januar 2021, 17 Uhr

Neujahrskonzert

Ulrich Grimpe, Orgel

 

Alle Termine vorbehaltlich der Coronapandemieentwicklung! Bitte informieren Sie sich auf https://stlaurentius-warendorf.de/gruppen/kirchenmusik/

 

Presseartikel zur Kirchenmusik

Interview mit Holger Blüder (Chorleiter der Marienkantorei)

Aus Anlass des Konzertes „Laudate Dominum“, das am Sonntag, den 13. Oktober um 18:00 Uhr in der Marienkirche geboten wird, geben wir hier ein Interview mit dem Chorleiter der Marienkantorei Warendorf, Holger Blüder wieder.

Holger Blüder präsentiert voller Freude mit der Originalpartitur eines Werkes von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) eine Rarität und besondere Kostbarkeit, die sich in seinem Eigentum befindet.

  • Herr Blüder. Seit Anfang des Jahres leiten Sie die Marienkantorei Warendorf. Wir kennen Sie seit einigen Jahren als den Leiter der Schule für Musik im Kreis Warendorf, des Großen Sinfonieorchesters dieser Musikschule und als begnadeten Pianisten. Haben Sie mit der Übernahme der Leitung eines Chores Neuland betreten?

    Aber nein. Seit meinem 16. Lebensjahr, also bereits 20 Jahre (-lacht!), ach nein, schon über 30 Jahre leite ich Chöre aller Gattungen. Dies gehört, wie bei meinem Vater übrigens auch, zu meinem Leben. Meine Begeisterung für die Chormusik, die mich bereichert und erfüllt, in der Marienkantorei umsetzen und weitergeben zu können, freut mich sehr!
  • Was ist das Ziel des kirchenmusikalischen Projektes „Laudate Dominum“? Wo sehen Sie die Besonderheiten dieses Vorhabens?

    Zunächst einmal ist das unser Auftrag: Gott mit unseren Liedern zu loben. Und dann haben wir natürlich noch ein weiteres wunderbares Ziel: den Zuhörern Freude zu bereiten. Als Besonderheit würde ich die programmatische Gestaltung des Konzertes benennen: Verschiedene Themenblöcke mit jeweils einem Klavierstück und drei Liedern sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.
  • Passt die Musik von Palestrina mit Gospels und Spirituals überhaupt zusammen? Uns erscheint die Kluft etwas groß.

    Das finde ich nicht! Die unterschiedlichen Klang- und Hörerlebnisse der Lieder, die aus fünf Jahrhunderten stammen, sollen vielmehr die Vielfalt der Musik wiederspiegeln. Die verschiedenen Stilrichtungen schließen sich gegenseitig ja nicht aus. Natürlich hat jede Epoche spezielle Besonderheiten, aber gerade darin liegt der Reiz.
  • Das Projekt wird in Form eines a-cappella-Konzertes realisiert. Warum wird auf eine Instrumentalbegleitung verzichtet und somit der Schwierigkeitsgrad erhöht? Spielen hier Kostenersparnisgründe eine Rolle?

    Für mein erstes Jahr als Leiter der Marienkantorei hatte ich mir überlegt, mit der ursprünglichsten und reinsten Form des Gesangs zu beginnen. Dies hilft auch, den Chor und die einzelnen Stimmen bestmöglich kennenlernen zu können. Natürlich stellt der Verzicht auf unterstützende Instrumente eine Herausforderung dar. Aber diese, da bin ich mir sicher, werden wir meistern, da der Chor eine tolle Qualität hat. Mit Kostenreduzierung hat die Konzentration auf a-cappella-Literatur ganz bestimmt nichts zu tun.
  • Ohne vorab allzu viel verraten zu wollen, aber beim Blick in das Programm fällt auf, dass auch kirchenmusikalische „Evergreens“ wie das „Ave verum corpus“ von Mozart oder das „Heilig“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert dabei sind. Könnte den Zuhörern diese Auswahl nicht etwas abgedroschen vorkommen oder wird sie auch ein anspruchsvolles Publikum zufriedenstellen?

    Wir präsentieren eine große Zahl ganz frisch einstudierter und anspruchsvoller Lieder, kombinieren diese jedoch mit einigen beliebten Liedern aus dem Repertoire des Chores. Diese „Klassiker“ sind von zeitloser Schönheit und werden immer wieder gerne gehört und gesungen. Somit steht Bekanntes neben Neuem. Und dies in einem – wie ich finde- guten Verhältnis.
  • Auf welche besonderen musikalischen Leckerbissen dürfen sich die Konzertbesucher freuen?

    Ein Höhepunkt wird sicherlich der achtstimmige Satz „Richte mich Gott“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy sein.
  • Herr Blüder, wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen alles Gute für Ihr Vorhaben!

 

Information: Im Bereich der Chormusik wurde Holger Blüder 2009 vom Sängerkreis Miltenberg zum Ehren-Kreischorleiter ernannt. 2014 verlieh ihm die Bundesvereinigung deutscher Chorverbände (BDC) für hervorragende Leistungen den Titel „Chordirektor“. 2018 erhielt er die „Carl-Friedrich-Leucht-Medaille“ als höchste Auszeichnung des Maintal-Sängerbundes, für den er auch als Dozent für Chorleiterausbildung an der Musikakademie in Hammelburg tätig war.

Archiv

Aktion Osterlied - das Ergebnis

Mutmachlied:

"Da berühren sich Himmel und Erde"

Adventskonzert des Kirchenchores St. Laurentius

Mit Vertrauen und Courage zum Ziel

Es war gewiss kein Zufall, dass auch das Publikum in der gut besetzten, dabei arktisch kalten Kirche eingeladen war, die Stimmbänder gleich mehrfach zu aktivieren: „Macht hoch die Tür“, „Wachet auf“ und „Komm, du Heiland aller Welt“ - Chor und Gemeinde als große Gemeinschaft in Erwartung des Gottessohnes.

Von Christoph Schulte im Walde

Montag, 02.12.2019, Westfälische Nachrichten

Ganz aus der Stille heraus erklingen zarte Töne, erst vom Violoncello angestimmt, dann von Fagott und Kontrabass verstärkt. Kurz darauf gesellen sich hohe Streicher und Oboen hinzu. Sie alle liefern das Fundament für die Prozession, die den Kirchenchor St. Laurentius am Sonntag vom hinteren Teil der Kirche gemessenen Schrittes bis zum Altarraum führte: „Siehe, dein König kommt zu dir, öffne die Tür!“ – mit diesen im Kanon gesungenen Versen eröffneten die Sängerinnen und Sänger ihr Adventskonzert.

Ein Nachmittag der besinnlichen, eher meditativen Töne, was heute alles andere als selbstverständlich ist. Im Gegenteil: außerhalb der Kirchenmauern ist der klare Unterschied zwischen Advent und Weihnachten längst verwischt. Genau deshalb hatte Kantor Bernhard Ratermann gezielt Kompositionen ausgewählt, die auf das Fest erst einmal vorbereiten und es nicht schon vorwegnehmen.

„Machet die Tore weit“ ist eine solche Vorbereitung. Die gleichnamige Kantate von Georg Philipp Telemann erinnert an Einkehr, Gewissenserforschung, Bereitschaft zur Umkehr jedes einzelnen Menschen, damit der König der Ehren, der Erlöser durch eine offene Pforte Einzug halten kann in die Herzen der Gläubigen. Telemann lässt stellvertretend für das Volk Gottes neben dem großen Chor auch Solo-Sopran und Solo-Bass beten und bitten, loben und singen. Claudia Lawong (Sopran) und Michael Nonhoff (Bass) taten dies sehr nachdrücklich und mit nobel geführten Stimmen.

Mitunter liegen auch mal kleine Steine auf dem Weg. So wie jetzt in St. Laurentius. Da gab es im zweiten Abschnitt des Eingangschores eine Stolperstelle – und der rechte Pfad geriet außer Blick. Passiert uns Zuhörern das nicht auch immer wieder, könnte man da fragen? Mit Vertrauen und Courage klappte der zweite Anlauf, mit dem Chor und Instrumentalisten dann sicher ihr Ziel erreichten.

Davon spricht auch Johann Sebastian Bachs nicht allzu lange, aber großartige Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ (BWV 61) am Ende des Adventskonzertes. Was tut Bach? Er rollt dem sehnlichst erwarteten König den roten Teppich aus mit einer prächtigen französischen Ouvertüre, vom engagiert spielenden collegium musicum punktgenau intoniert!

Da hinein mischt sich der selbstbewusste Chor und übergibt anschließend an den Solo-Tenor Stephan Hinssen. Der erinnert an das ja bereits vollendete Heilsgeschehen („Was hast du nicht an uns getan“), während Claudia Lawong („Öffne dich, mein ganzes Herz“) noch einmal jede einzelne Seele freundlich ermahnt.

Chor, Orchester und vor allem auch die drei ausgezeichneten Vokalsolisten – die alle rundeten sich zu einem innigen Klang, der keinen Zweifel ließ an dieser Botschaft: Gottes Sohn kommt, aber wir müssen ihm den Weg bereiten! Davon erzählten auch die von Veronika Hofmeister rezitierten Jesaja-Bibelverse.

Großer Applaus nach dem Schlussakkord – und als Zugabe noch einmal Telemann, ganz ohne Stolpersteinchen.

Seicento Vocale mit Monteverdis "Marienvesper" in St. Laurentius

Das Ensemble „Seicento vocale“ unter Leitung von Alexander Toepper gestaltete am Sonntag, dem 12. Mai 2019 ein Konzert in der Laurentiuskirche. Es hatte mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi einen echten Meilenstein der Musikgeschichte im Gepäck.

Seicento vocale ist ein junges, professionelles Vokalensemble, das überwiegend aus Studierenden und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold sowie weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland besteht. Seicento, 600, steht als Kurzform für "mille seicento" und somit für die Kultur des 17. Jahrhunderts, die Grundlage für Programmkonzepte darstellt. Nach dem Programm "Friedensrufe" aus dem vergangenen Jahr mit Werken des 20. Jahrhunderts kehrt das Ensemble nun mit der berühmten Marienvesper zum Kernrepertoire zurück.

Das Projekt ist gleichzeitig die erste Kooperation mit dem ebenfalls jungen „Orpheus consort“. Es hat sich im Herbst 2018 formiert, um sich in flexibler Besetzung der Vokal- und Instrumentalmusik der Renaissance und des Frühbarock zu widmen. Die Musiker beschäftigen sich dabei in historisch informierter Aufführungspraxis mit den Werken und erreichen durch farbenreiche Instrumentationen (ganz im Sinne des „Broken Consort“) immer neue, einzigartige Blickwinkel auf bereits Bekanntes. Zusätzlich interpretieren sie auch zeitgenössische Musik auf historischem Instrumentarium um diese in einen neuen Kontext zu stellen.

Diese Kooperation ermöglicht eine farbenreiche Instrumentierung des Meisterwerks, gepaart mit einem Chorklang, bei dem alle Sängerinnen und Sänger auch gleichzeitig Solisten sind.

Multiple Voice - ein Chorkonzert unter Mitwirkung der Schola Gregoriana

Die Schola Gregoriana St. Laurentius hat beim 23. Benefizkonzert „Zukunft für Kinder“ mitgewirkt, das der Lions Club Münster am 18. November um 17 Uhr in der Überwasserkirche in Münster veranstaltete. Weitere Mitwirkende waren die „Capella Vocale Münster“ unter Leitung von Daniel Lembeck und die „Frauenschola der Kirchenmusikschule Münster“ unter Leitung von Kantor Bernhard Ratermann. Zur Aufführung kamen Chorwerke, die ihre Wurzeln im gregorianischen Choral haben. Diese „Wurzeln“ wurden von der Schola gregoriana St. Laurentius und der Frauenschola gesungen. Die Zuhörer in der voll besetzten Überwasserkirche erlebten ein anspruchsvolles Konzert. Der lang anhaltende Applaus bestätigte den Einsatz der beiden Chorleiter und der Sängerinnen und Sänger.  

Über den nachfolgenden Link kommen Sie zum Artikel über das Konzert in den Westfälischen Nachrichten:

https://www.wn.de/Muenster/3556474-Benefizkonzert-in-Ueberwasser-Tosender-Beifall-fuer-starke-Stimmen

Großartiges Klangerlebnis - Konzert der Marienkantorei

Auch wenn die musikalischen Großereignisse bereits am vergangenen Samstag und Sonntag stattgefunden hatten, so stehen die Akteure immer noch unter dem starken Eindruck des Erlebten. Die WN hatten bereits mehrfach im Vorfeld auf die Rutter-Konzerte hingewiesen, die in der Marienkirche in Warendorf zur Aufführung gelangten. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Holger Blüder hatten sich insgesamt etwa 50 Instrumentalmusiker des Großen Sinfonieorchesters der Schule für Musik im Kreis Warendorf sowie 23 Sängerinnen vom Mädchenchor Marienfeld und 67 Sängerinnen und Sänger von der Marienkantorei Warendorf zusammengetan, um geistliche Musik des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter zur Aufführung zu bringen. Diese Kooperation hatte es bislang noch nie gegeben; alle Beteiligten betraten voller Erwartung und Vorfreude Neuland. Die Proben zu den Konzerten nahmen etwa ein halbes Jahr in Anspruch. Dankenswerterweise wurde das Projekt finanziell großzügig von der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf unterstützt.

Am Samstagabend nahmen 230 Besucher in den Bänken der Marienkirche Platz, am Sonntagabend war die Kirche mit über 450 erwartungsfrohen Besuchern brechend voll. In der ersten Konzerthälfte konnten sich sowohl das Sinfonieorchester als auch die beiden Chöre einzeln mit Rutter-Werken präsentieren. In der zweiten Hälfte wurde deutlich, welch gewaltige Klangfülle ein derartig großes Ensemble zu erreichen in der Lage ist. Claudia Lawong brillierte als Sopran-Solistin, Axel Wolloschek konnte als Bariton wieder überzeugen. Knisternde Spannung, absolute Ruhe bei den Zuhörern, Varianz in den Tempi, Abwechslung in der Lautstärke – ein seltenes Beispiel für große und anspruchsvolle, nie seicht daherkommende Musik. Holger Blüder verstand es ausgezeichnet, die Akzente zu setzen, den Überblick zu behalten und durch klares und unmissverständliches Dirigat Hilfen zu geben. So gelang es nicht nur, das Publikum mit wunderbarer Musik zu begeistern, sondern auch, die Zuhörer an großen und unterschiedlichen Emotionen teilhaben zu lassen und ihnen überzeugend die der Musik zugrunde liegenden Texte und Glaubensaussagen zu vermitteln.  

Beim abschließenden Lied „The Lord bless you and keep you“ wurden die Anwesenden unter den Segen Gottes gestellt. Dazu bildeten die Sängerinnen und Sänger einen großen, den gesamten Kirchenraum ausfüllenden Kreis und positionierten sich „schützend“ um die Konzertbesucher. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der Symbolik und der Musik tief ergriffen. Dementsprechend äußerten sich viele Menschen beim Verlassen der Marienkirche voller Dankbarkeit: „Ich war sehr berührt“, „Ich konnte stellenweise die Tränen nicht zurückhalten“, „danke für das Musikerlebnis“, „Ich würde nun am liebsten selber in einem Chor mitsingen!“ Wen wundert es, dass es neben der wunderbaren Musik auch diese positive und dankbare Resonanz der Konzertbesucher war, die die Akteure beglückte.

Dr. Ulrich Reul

Bilder: Birgit Edelhoff