Die kirchenmusikalischen Aktivitäten der nächsten Zeit...

FESTWOCHE MARIÄ HIMMELFAHRT

Mariä Himmelfahrt fällt nicht aus! Auch wenn die Corona Pandemie und die damit verbundenen Auflagen dies auf den ersten Blick nahelegen. Und es ist anders, kann aber gerade deshalb trotzdem zu einem intensiven, weil neuem Erleben werden. Um möglichst vielen eine besondere Begegnung mit dem Gnadenbild zu ermöglichen, stieß Kantor Ratermann die Reihe „Musik und Wort zur Nacht“ an. Geistliche Abendmusiken mit unterschiedlichster musikalischer Gestaltung werden an den Werktagen vom 10. bis 14. August ab 20 Uhr in der Pfarrkirche angeboten. Für jeden ist etwas dabei! Neben Musik und Wort wird als weiteres Gestaltungselement Licht eingesetzt: Die Pfarrkirche wird ausschließlich durch Kerzenlicht illuminiert. Es bezeichnet den Besuchern zudem die möglichen Plätze im Kirchenschiff. Zwei geistliche Musiken an den Sonntagen 9. bzw. 16. August jeweils um 17 Uhr bezeichnen die  konzertanten Pole der Festwoche.

Die Gottesdienste der Pfarrei erfahren eine den Umständen angepasste besondere musikalische Gestaltung.

 

Das musikalische Programm an den jeweiligen Tagen:

Sonntag, 9. August 2020 (Patronatsfest)

Am Beginn der Festwoche zu Mariä Himmelfahrt begeht unsere Gemeinde am Sonntag die äußere Feier des Patronatsfestes. In der Vorabendmesse am 8. August um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius singt eine Gruppe des Kirchenchores St. Josef unter Leitung von Christian Ortkras. Kantor Ratermann stimmt die Gemeinde vor dem Gottesdienst mit einem Orgelkonzert von Johann Gottfried Walther (1684 – 1748) ein.

Am Sonntagnachmittag (09.08.) wird um 17 Uhr mit einem Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Laurentius auf den Festtag für Pfarrei und Stadt aufmerksam gemacht. Interpret ist Ulrich Grimpe (Freckenhorst, Referent für Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat).

 

Montag, 10. August2020 20 Uhr Musik und Wort zur Nacht

„Lichtkrieger“ ist der Titel des Programms, das der Bass Michael Nonhoff aus Münster konzipiert hat. Sein Klanginstallation zu Fest des Pfarr- und Stadtpatrons St. Laurentius besteht zu Anfang aus der Gegenüberstellung von Licht und Schatten (Chaos und Klang). Looper lassen Sprechfetzen durch den Raum eilen. Aus diesen entstehen rhythmische Muster und allmählich bilden sich tonale Klanggebilde. Nachdem sich allmählich ein rhythmischer Klangteppich aus dem Chaos  herausgeschält hat, werden Gesangslinien den Text eines Gebets ausdeuten.  Stehende und bewegende Solfeggiotöne unterbrechen immer wieder das Geschehen und geben Raum für eigene Gedanken. (http://www.ohrwald.de/Konzert-in-Warendorf)

 

Dienstag, 11. August 2020 20 Uhr Musik und Wort zur Nacht

Musik für Harfe steht im Mittelpunkt der abendlichen Musik. Das Programm konzipierte die Warendorferin Brigitte Langnickel-Köhler, Harfe. Es spannt den Bogen vom 13. Jahrhundert bis zu Gegenwart. Werke mit marianischem Bezug stehen ebensolchen gegenüber, die diesen auf den ersten Blick nicht vermuten lassen. In einigen Werken ist zudem eine Blockflöte besetzt. Der Part wird von Tanja Beckmann (Blockflöte) musiziert.

 

Mittwoch, 12. August2020 20 Uhr Musik und Wort zur Nacht

Das Warendorfer Duo Elke Blienert (Gesang) und Doris Köpcke (Flöte und Text) stellen ihr Programm unter das Thema „Maria, die Knotenlöserin“. In den Texten werden Knotenpunkte im Leben beleuchtet. Sie werden durch Neue Geistliche Lieder ausgedeutet und vertieft.

 

Donnerstag, 13. August 2020 20 Uhr Musik und Wort zur Nacht

Das von Tanja Beckmann (Blockflöte) zusammengestellte musikalische Programm beinhaltet Werke spätbarocker Komponisten. Sie entführen den Hörer in die Zeit der Entstehung des Gnadenbildes und der entstehenden Wallfahrt. Interpreten sind neben Beckmann auch Ida Kugler (Blockflöte) und Bernhard Ratermann, Orgel und basso continuo.

 

Freitag, 14. August 2020 20 Uhr Musik und Wort zur Nacht

Jutta Potthoff (Sopran) bereitet für die geistliche Musik am Vorabend des Mariä-Himmelfahrtsfestes marianische Werke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor. In der Interpretation der spätromantischen Kleinode wird sie von Christoph Grohmann (Orgel) begleitet.

 

Mariä Himmelfahrt  Samstag, 15. August 2020

17:30 Uhr Eucharistiefeier in der Marienkirche

Christiane Timphaus und Ulrich Hagemann gestalten den Gottesdienst unter anderem mit neuen Marienliedern.

18:00 Uhr Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Laurentius

Die coronabedingten Auflagen lassen in diesem Jahr keine klassische Orchestermesse zu. Ein Ensemble des Kirchenchores St. Laurentius hat anderem das „Kyrie“ aus der Missa „Toto pulchra es Maria“ von Johann Baptist Molitor (1834 – 1900) vorbereitet. Zur Gabenbereitung singt es  „Es blühn drei Rosen“ im Satz von Fritz Rothschuh (1921 – 1978). Ulrich Grimpe wird die Große Orgel spielen, die musikalische Gesamtleitung hat Kantor Bernhard Ratermann.

Um 20:30 Uhr wird zum Open-Air-Taizé-Gebet auf dem Rasenplatz vor der alten Marienkirche eingeladen.

 

Sonntag, 16. August 2020

Am Sonntagmorgen werden in der Innenstadt um 10 Uhr zwei Eucharistiefeiern angeboten: Den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius gestaltet Uta-Maria Gennert-Stöcker, Sopran mit. Sie wird von Kantor Bernhard Ratermann begleitet. In der Marienkirche singt eine Chorgruppe unter Leitung von Elke Blienert.

Zum Abschluss der Festwoche gestaltet das Düsseldorfer Vocalensemble cantus benedictus unter Leitung von Peter Zimmer um 17 Uhr eine Vesper(musik) in der Pfarrkirche St. Laurentius.

 

Finanzierung der Kirchenmusiken

Nach dem Orgelkonzert am 9. August und der Vesper(musik) am 16. August sowie nach „Musik und Wort zur Nacht“ besteht die Möglichkeit, eine Spende in die bereitstehenden Körbchen zu legen. Alternativ können Sie diese auch auf folgendes Konto überweisen:

IBAN: DE90 4006 0265 0003 9520 00, BIC: GENODEM1DKM

Verwendungszweck: Spende Musik Mariä Himmelfahrt, KKG St. Laurentius

Vielen Dank!

Laurentiuskirche

Eucharistiefeier am 8. August 2020 18:30 Uhr

Kyrie“, „Sanctus“ und „Agnus Dei“ aus der Missa „In honorem Ss. Angelorum Custodum“ (op. 102) von Michael Haller (1840 – 1915)

Ensemble aus Mitgliedern des Kirchenchores St. Josef

Leitung: Christian Ortkras

 

Presseartikel zur Kirchenmusik

Musicalhighlight „Mutter Maria“ zu Mariä Himmelfahrt von „Kreuz & Quer“

Der Chor „Kreuz & Quer“ bereitet sich derzeit intensiv und mit großer Vorfreude auf die Uraufführung des Musicals „Mutter Maria“ am Freitag, den 16.08.2019 um 19.00 Uhr und am Samstag, den 17.08.2019 um 20.00 Uhr – jeweils in der Pfarrkirche St. Marien in Warendorf - vor.

Chorleiterin Elke Blienert hegte schon länger den Wunsch, mit „Kreuz & Quer“ einen besonderen Beitrag zur Warendorfer Marienverehrung zu leisten und ein Musical zu Ehren Marias aufzuführen. Da sie auf dem Notenmarkt nicht fündig wurde, setzte sie sich mit ihrer gleichgesinnten Freundin Doris Köpke daran, aus dem reichhaltigen Fundus des Autors, Textdichters und Komponisten Neuer Geistlicher Lieder, Pater Norbert Becker, Lieder für ein Musical über das Leben Marias zusammenzustellen und Sprechtexte für die Akteure zu verfassen.

„Gedanken, die heute zeitgemäß gesagt werden müssen, brauchen ein Kleid, das sich sehen lassen kann.“ So versteht Pater Norbert Becker seine Aufgabe als Macher von Neuen Geistlichen Liedern. Norbert Becker wurde 1962 im Saarland geboren und studierte in Münster, Salzburg und Frankfurt a. M. Er war danach u.a. Seelsorger am Hiltruper Kardinal-von-Galen-Gymnasium und wirkt heute am Bildungshaus Oase Steinerskirchen in Hohenwart. Textideen kommen ihm bei seiner Arbeit als Seelsorger - oder beim Autofahren. In den Charts steht Norbert Becker nicht, wohl aber im neuen Gotteslob. Der Priester hat rund 250 moderne Kirchenlieder komponiert.

Mit seiner Musik verspricht das Musical „Mutter Maria“ eine zeitgemäße Würdigung Marias mit Liedern, deren Spiritualität Herz und Seele ergreifen. Der Eintritt ist frei.

Archiv

Aktion Osterlied - das Ergebnis

Mutmachlied:

"Da berühren sich Himmel und Erde"

Adventskonzert des Kirchenchores St. Laurentius

Mit Vertrauen und Courage zum Ziel

Es war gewiss kein Zufall, dass auch das Publikum in der gut besetzten, dabei arktisch kalten Kirche eingeladen war, die Stimmbänder gleich mehrfach zu aktivieren: „Macht hoch die Tür“, „Wachet auf“ und „Komm, du Heiland aller Welt“ - Chor und Gemeinde als große Gemeinschaft in Erwartung des Gottessohnes.

Von Christoph Schulte im Walde

Montag, 02.12.2019, Westfälische Nachrichten

Ganz aus der Stille heraus erklingen zarte Töne, erst vom Violoncello angestimmt, dann von Fagott und Kontrabass verstärkt. Kurz darauf gesellen sich hohe Streicher und Oboen hinzu. Sie alle liefern das Fundament für die Prozession, die den Kirchenchor St. Laurentius am Sonntag vom hinteren Teil der Kirche gemessenen Schrittes bis zum Altarraum führte: „Siehe, dein König kommt zu dir, öffne die Tür!“ – mit diesen im Kanon gesungenen Versen eröffneten die Sängerinnen und Sänger ihr Adventskonzert.

Ein Nachmittag der besinnlichen, eher meditativen Töne, was heute alles andere als selbstverständlich ist. Im Gegenteil: außerhalb der Kirchenmauern ist der klare Unterschied zwischen Advent und Weihnachten längst verwischt. Genau deshalb hatte Kantor Bernhard Ratermann gezielt Kompositionen ausgewählt, die auf das Fest erst einmal vorbereiten und es nicht schon vorwegnehmen.

„Machet die Tore weit“ ist eine solche Vorbereitung. Die gleichnamige Kantate von Georg Philipp Telemann erinnert an Einkehr, Gewissenserforschung, Bereitschaft zur Umkehr jedes einzelnen Menschen, damit der König der Ehren, der Erlöser durch eine offene Pforte Einzug halten kann in die Herzen der Gläubigen. Telemann lässt stellvertretend für das Volk Gottes neben dem großen Chor auch Solo-Sopran und Solo-Bass beten und bitten, loben und singen. Claudia Lawong (Sopran) und Michael Nonhoff (Bass) taten dies sehr nachdrücklich und mit nobel geführten Stimmen.

Mitunter liegen auch mal kleine Steine auf dem Weg. So wie jetzt in St. Laurentius. Da gab es im zweiten Abschnitt des Eingangschores eine Stolperstelle – und der rechte Pfad geriet außer Blick. Passiert uns Zuhörern das nicht auch immer wieder, könnte man da fragen? Mit Vertrauen und Courage klappte der zweite Anlauf, mit dem Chor und Instrumentalisten dann sicher ihr Ziel erreichten.

Davon spricht auch Johann Sebastian Bachs nicht allzu lange, aber großartige Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ (BWV 61) am Ende des Adventskonzertes. Was tut Bach? Er rollt dem sehnlichst erwarteten König den roten Teppich aus mit einer prächtigen französischen Ouvertüre, vom engagiert spielenden collegium musicum punktgenau intoniert!

Da hinein mischt sich der selbstbewusste Chor und übergibt anschließend an den Solo-Tenor Stephan Hinssen. Der erinnert an das ja bereits vollendete Heilsgeschehen („Was hast du nicht an uns getan“), während Claudia Lawong („Öffne dich, mein ganzes Herz“) noch einmal jede einzelne Seele freundlich ermahnt.

Chor, Orchester und vor allem auch die drei ausgezeichneten Vokalsolisten – die alle rundeten sich zu einem innigen Klang, der keinen Zweifel ließ an dieser Botschaft: Gottes Sohn kommt, aber wir müssen ihm den Weg bereiten! Davon erzählten auch die von Veronika Hofmeister rezitierten Jesaja-Bibelverse.

Großer Applaus nach dem Schlussakkord – und als Zugabe noch einmal Telemann, ganz ohne Stolpersteinchen.

Seicento Vocale mit Monteverdis "Marienvesper" in St. Laurentius

Das Ensemble „Seicento vocale“ unter Leitung von Alexander Toepper gestaltete am Sonntag, dem 12. Mai 2019 ein Konzert in der Laurentiuskirche. Es hatte mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi einen echten Meilenstein der Musikgeschichte im Gepäck.

Seicento vocale ist ein junges, professionelles Vokalensemble, das überwiegend aus Studierenden und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold sowie weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland besteht. Seicento, 600, steht als Kurzform für "mille seicento" und somit für die Kultur des 17. Jahrhunderts, die Grundlage für Programmkonzepte darstellt. Nach dem Programm "Friedensrufe" aus dem vergangenen Jahr mit Werken des 20. Jahrhunderts kehrt das Ensemble nun mit der berühmten Marienvesper zum Kernrepertoire zurück.

Das Projekt ist gleichzeitig die erste Kooperation mit dem ebenfalls jungen „Orpheus consort“. Es hat sich im Herbst 2018 formiert, um sich in flexibler Besetzung der Vokal- und Instrumentalmusik der Renaissance und des Frühbarock zu widmen. Die Musiker beschäftigen sich dabei in historisch informierter Aufführungspraxis mit den Werken und erreichen durch farbenreiche Instrumentationen (ganz im Sinne des „Broken Consort“) immer neue, einzigartige Blickwinkel auf bereits Bekanntes. Zusätzlich interpretieren sie auch zeitgenössische Musik auf historischem Instrumentarium um diese in einen neuen Kontext zu stellen.

Diese Kooperation ermöglicht eine farbenreiche Instrumentierung des Meisterwerks, gepaart mit einem Chorklang, bei dem alle Sängerinnen und Sänger auch gleichzeitig Solisten sind.

Multiple Voice - ein Chorkonzert unter Mitwirkung der Schola Gregoriana

Die Schola Gregoriana St. Laurentius hat beim 23. Benefizkonzert „Zukunft für Kinder“ mitgewirkt, das der Lions Club Münster am 18. November um 17 Uhr in der Überwasserkirche in Münster veranstaltete. Weitere Mitwirkende waren die „Capella Vocale Münster“ unter Leitung von Daniel Lembeck und die „Frauenschola der Kirchenmusikschule Münster“ unter Leitung von Kantor Bernhard Ratermann. Zur Aufführung kamen Chorwerke, die ihre Wurzeln im gregorianischen Choral haben. Diese „Wurzeln“ wurden von der Schola gregoriana St. Laurentius und der Frauenschola gesungen. Die Zuhörer in der voll besetzten Überwasserkirche erlebten ein anspruchsvolles Konzert. Der lang anhaltende Applaus bestätigte den Einsatz der beiden Chorleiter und der Sängerinnen und Sänger.  

Über den nachfolgenden Link kommen Sie zum Artikel über das Konzert in den Westfälischen Nachrichten:

https://www.wn.de/Muenster/3556474-Benefizkonzert-in-Ueberwasser-Tosender-Beifall-fuer-starke-Stimmen

Großartiges Klangerlebnis - Konzert der Marienkantorei

Auch wenn die musikalischen Großereignisse bereits am vergangenen Samstag und Sonntag stattgefunden hatten, so stehen die Akteure immer noch unter dem starken Eindruck des Erlebten. Die WN hatten bereits mehrfach im Vorfeld auf die Rutter-Konzerte hingewiesen, die in der Marienkirche in Warendorf zur Aufführung gelangten. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Holger Blüder hatten sich insgesamt etwa 50 Instrumentalmusiker des Großen Sinfonieorchesters der Schule für Musik im Kreis Warendorf sowie 23 Sängerinnen vom Mädchenchor Marienfeld und 67 Sängerinnen und Sänger von der Marienkantorei Warendorf zusammengetan, um geistliche Musik des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter zur Aufführung zu bringen. Diese Kooperation hatte es bislang noch nie gegeben; alle Beteiligten betraten voller Erwartung und Vorfreude Neuland. Die Proben zu den Konzerten nahmen etwa ein halbes Jahr in Anspruch. Dankenswerterweise wurde das Projekt finanziell großzügig von der Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf unterstützt.

Am Samstagabend nahmen 230 Besucher in den Bänken der Marienkirche Platz, am Sonntagabend war die Kirche mit über 450 erwartungsfrohen Besuchern brechend voll. In der ersten Konzerthälfte konnten sich sowohl das Sinfonieorchester als auch die beiden Chöre einzeln mit Rutter-Werken präsentieren. In der zweiten Hälfte wurde deutlich, welch gewaltige Klangfülle ein derartig großes Ensemble zu erreichen in der Lage ist. Claudia Lawong brillierte als Sopran-Solistin, Axel Wolloschek konnte als Bariton wieder überzeugen. Knisternde Spannung, absolute Ruhe bei den Zuhörern, Varianz in den Tempi, Abwechslung in der Lautstärke – ein seltenes Beispiel für große und anspruchsvolle, nie seicht daherkommende Musik. Holger Blüder verstand es ausgezeichnet, die Akzente zu setzen, den Überblick zu behalten und durch klares und unmissverständliches Dirigat Hilfen zu geben. So gelang es nicht nur, das Publikum mit wunderbarer Musik zu begeistern, sondern auch, die Zuhörer an großen und unterschiedlichen Emotionen teilhaben zu lassen und ihnen überzeugend die der Musik zugrunde liegenden Texte und Glaubensaussagen zu vermitteln.  

Beim abschließenden Lied „The Lord bless you and keep you“ wurden die Anwesenden unter den Segen Gottes gestellt. Dazu bildeten die Sängerinnen und Sänger einen großen, den gesamten Kirchenraum ausfüllenden Kreis und positionierten sich „schützend“ um die Konzertbesucher. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der Symbolik und der Musik tief ergriffen. Dementsprechend äußerten sich viele Menschen beim Verlassen der Marienkirche voller Dankbarkeit: „Ich war sehr berührt“, „Ich konnte stellenweise die Tränen nicht zurückhalten“, „danke für das Musikerlebnis“, „Ich würde nun am liebsten selber in einem Chor mitsingen!“ Wen wundert es, dass es neben der wunderbaren Musik auch diese positive und dankbare Resonanz der Konzertbesucher war, die die Akteure beglückte.

Dr. Ulrich Reul

Bilder: Birgit Edelhoff