Marienverehrung in Warendorf

Die Marienverehrung hat in Warendorf eine lange Tradition. Zahlreiche Darstellungen der Gottesmutter in der Stadt zeugen von der tiefen Marienfrömmigkeit. Einen besonderen Höhepunkt der volksnahen Verehrung bildet das wundertätige Gnadenbild der „Glorreichen Jungfrau von Warendorf“ in der St.-Laurentius-Kirche. Es handelt sich um eine aus der Zeit um 1650 stammende bekleidete Figur der Madonna im goldenen Strahlenkranz, die seit dem Jahre 1752 den Mittelpunkt der für unsere Gegend einmaligen Verehrung zu Mariä Himmelfahrt bildet. Nach einem Brand im Jahre 2002 wurde das Gnadenbild restauriert. Die Spuren des Brandes ließ man als sichtbares Zeichen.

In der Festwoche von Mariä Himmelfahrt – rund um dem 15. August – werden von den sogenannten "Bogengemeinschaften" in der Altstadt neun große Bögen zu Ehren der Gottesmutter errichtet, unter denen sich am Samstagabend Tausende von Pilgern aus nah und fern versammeln. An diesem Abend ist die Stadt wie verwandelt durch zahllose Lichter, Blumen und Fahnen, durch Marienbilder in den Kirchen und Häusern, durch rote Bungen, geistliche Musik und Marienlieder. Sie scheint etwas widerzuspiegeln von der Herrlichkeit des Himmels, in den Maria aufgenommen wurde. Viele tausend Menschen, Pilger und Schaulustige, kommen zu einer einzigartigen Huldigung an Maria an diesem Fest in Warendorf zusammen.

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